Über mich

Meine Philosophie

Es gibt 3 Sätze, die mich in meiner Arbeit besonders leiten und damit meine Philosophie vielleicht am besten beschreiben:

1. Wer Ziele hat, kommt an: Dieser Satz einer Kölner Kollegin von mir klingt so simpel, ist aber immens wichtig im Coaching. Denn häufig wissen wir recht genau, was wir nicht mehr möchten („weg von“), aber es fällt uns schwer zu definieren, was wir statt dessen konkret wollen („hin zu“). Ich helfe deshalb meinen Teams und Berufstätigen ihre Ziel-Vision zu entwickeln und zu beschreiben.

2. Yes, we can: Hinter diesem fast schon überstrapazierten Satz von Barack Obama steckt für mich Zweierlei. Zum einen sehe ich als Mensch mit einer sehr optimistischen Grundhaltung primär die Chancen und Möglichkeiten, die ich habe oder mir erarbeiten kann, und helfe meinen Kunden, diese positive Perspektive einzunehmen. Zum anderen versteckt sich hinter dem „we“ meine systematische Denke. Das heißt ich betrachte nicht nur den Einzelnen oder das einzelne Team, sondern das ganze System (= Umfeld), um geeignete Lösungen zu finden.

3. Hör auf deinen Bauch: Hätte man mir dies vor über 15 Jahren, als ich bei der Unternehmensberatung Roland Berger arbeitete, geraten, hätte ich vermutlich etwas zweifelnd reagiert. Ich hatte bis dato gelernt, alles sehr analytisch und sachlich zu betrachten. Da war wenig Platz für die Intuition. Heute weiß ich, dass mich mein emotionales Erfahrungsgedächtnis häufig zu besseren Entscheidungen und Handlungen führt. Da ich selbst Mühe hatte, mein Bauchgefühl zu „hören“, helfe ich meinen Kunden dabei – u.a. mit den Methoden des Zürcher Ressourcen Modells von der Uni Zürich.

Das bringe ich ein & mit 

Ehemalige Führungskraft in der Wirtschaft: Deutsche Telekom (VP Global Strategic Partnerships), Roland Berger Strategy Consultants (Projektmanagerin), HRS Group (Leiterin Strategische Planung), LG Electronics (Key Account Managerin), E.ON (Produktmarketing-Managerin).

Systemischer Coach der Ganzheitlichen Coaching Akademie (Angelika Gulder)

Fortgebildet in: Self Empowerment (Jens Corssen), Team- & Organisationsaufstellungen (Kölner Institut für Konfliktmanagement – ongoing), Zürcher Ressourcen Modell (ZRM®), Charaktertypen (Voss Institut),  Leadership (ESMT Berlin), Delegation, Verhandlungstechniken (The Gap), Interviewführung, Stressresilienz und interkulturellem Management.

Diplom-Kauffrau der WHU Koblenz (Wissenschaftliche Hochschule für Unternehmensführung).

Leidenschaftliche Chorsängerin und leicht eingerosteter Yogi.

„ONE DAY, GIRL,

YOU WILL DO WHAT

YOU REALLY REALLY LOVE“

 

… sagte der Unbekannte auf Barbados 2015 zu mir.

Heute bin ich dort angekommen.

Glück ist eine Überwindungsprämie 

Dies sagte einst Jens Corssen vom Zentrum für Persönlichkeitsentwicklung in einem Seminar zu uns. Und er hatte so Recht, was mich betraf. Hier meine persönliche Entwicklungsgeschichte:

Ich habe mein Berufsleben zum Jahrtausendwechsel, also just am 1. Januar 2000, als Unternehmensberaterin bei Roland Berger Strategy Consultants begonnen. Mein Lieblingsprojekt, an das ich mich heute noch gerne zurückerinnere, war die Bewerbung der Rhein-Ruhr-Region um die Olympischen Sommerspiele 2012. Wie wir heute wissen, eine erfolglose Bewerbung. Ich aber liebte die Interaktion mit Sportlern, Sportanlagen-Besitzern und auch dem Sportministerium und Ministerpräsidenten. Viele Menschen, viele Interessen und ich als Moderator und Strukturgeber mittendrin. Nach 5 Jahren Beratung arbeitete ich anschließend in Vertriebs- oder vertriebsnahen Funktionen bei LG Electronics, E.ON und zuletzt über 7 Jahre bei der Deutschen Telekom. Dort zählte ich zu den Top 1.000 Führungskräften weltweit und verantwortete das gesamte Geschäft, das der Konzern mit Samsung tätigte. Ich war zuverlässig und loyal, gewissenhaft und kommunikativ. Gerne vertrat ich meine Standpunkte, strukturierte und löste komplexe Themen. Meist war ich lebendiger Mittelpunkt des Teams.

Dann im Jahr 2015 gab mir die Deutsche Telekom die Möglichkeit, an einem attraktiven Ausstiegsprogramm teilzunehmen. Ich zögerte bis zur sprichwörtlich letzten Minute, bevor ich auf das Angebot einging. Was folgte war ein unbeschreibliches Gefühl der Freiheit. Auch des Stolzes, diesen Schritt ins Unsichere gegangen zu sein. Denn es war die Angst vor der Ungewissenheit, die mich in den Wochen vorher verfolgt hatte. Spontan schloss ich mich der Sardinien-Reise einer Freundin an und las dort das Buch „Das große Los“ von Meike Winnemuth, die nach einem 500.000 EUR-Gewinn bei Günther Jauch ein Jahr um die Welt reiste. 12 Städte in 12 Monaten – die Liste der Städte hatte sie noch in der Sendung geschrieben. Da kribbelte es in mir und auch ich schrieb spontan einen Zettel.

Sieben Länder standen dort drauf und tatsächlich habe ich sie alle bei meiner 6-monatigen Weltreise besucht. Von der Karibik über die USA nach Kolumbien und Ecuador. Weiter über Australien, Neuseeland und Indonesien und schließlich nach Hong Kong, Japan und Indien. Ich wollte keine Selbstfindungsreise machen und doch wurde es eine. Das lässt sich gar nicht vermeiden, wenn man so viel Zeit für sich und seine Gedanken und Gefühle hat. Spätestens wenn man die Sprache des Landes nicht spricht, muss man seiner Intuition zuhören können. Eine Gabe, die ich in meinem Alltag zuvor nur zu selten zuließ.

Am Ende meldete ich mich von Neuseeland aus zu einer Coaching Ausbildung bei Angelika Gulder an. Der Weg zum Coach war geebnet, auch wenn es erst noch einmal eines kleinen Umwegs über die Strategieabteilung des Hotelportal HRS bedurfte, bis ich dann endlich Mut hatte, meiner Passion zu folgen und mich selbständig zu machen. Heute bin ich immer noch sehr loyal, aber nicht mehr ganz so gewissenhaft. Meinen Perfektionismus versuche ich peu à peu zu reduzieren. Und die Zuverlässigkeit pendelt sich durch ein Mehr an Spontanität langsam auf ein normaleres Maß ein. Begriffe wie Stressresilienz, Kreativität und Downshifting haben in meinem Leben an Bedeutung gewonnen, Statussymbole hingegen verloren. So habe ich, schleichend und teilweise unbemerkt, meinen „Lebensplan 2.0“ geschmiedet. Meine Selbständigkeit auf Gut Schillingsrott ist dabei ein wichtiger Teil, sie ist der Anfang meiner „Karriere 2.0“.